Parfüm – Der Weg des Duftwassers
Monday, April 9th, 2012Parfüm gibt es schon sehr lange. In der Antike, bei den Ägyptern wie auch in Indien, haben sich Leute vom Einatmen des Dufts kreative Leistungen, also Inspiration erhofft. In diesem Fall kommt Inspiration von inspirieren. Dies bedeutet so viel wie “einatmen”. Als wichtiges Mittel um der eigenen Persönlichkeit einen besonderen Ausdruck zu vermachen wurden Parfüms bereits in den so genannten alten Hochkulturen eingesetzt, als man begann, sich dem “lebenden Körper” besonders hinzuwenden. Weil Parfüm immens kostspielig war, konnten es sich einfache Leute nicht leisten. Für Vermögende war es ein Statussymbol.
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Das Parfüm spielte gerade im Alten Ägypten eine tragende Rolle im Bestreben nach einer gelungen Symbiose aus innerer und äußerer Ausgewogenheit. Der “duftende Wohlgeruch” war dagegen in Europa bis zu den Kreuzzügen so gut wie gar nicht bekannt und spielte gar keine Rolle. Als Vorläufer für Parfüm fand in Europa als Einziges das Lavendelwasser Verwendung. Später sind die Kreuzritter im Morgenland auf die Düfte aufmerksam geworden und haben sie nach Europa gebracht. Es hat nicht lange gedauert, bis Parfüm im Abendland sehr begehrt war. Nach der Etablierung Venedigs als zentraler Markt für Güter aus dem Orient gelangten zum ersten Mal große Mengen an Kräutern und Gewürzen nach Europa. In dieser Zeit begann auch die Einfuhr von Duftmischungen. Diese haben sich von den heute bekannten Parfüm-Grundstoffen nicht stark unterschieden. Bis in Europa mit der Herstellung begonnen wurde, dauerte es jedoch noch bis ins 16te Jahrhundert. Vorreiter auf diesem Gebiet war Tombarelli. Er hat als erster Europäer ein Parfüm-Labor eröffnet.
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Wie auch schon in den antiken Hochkulturen Ägyptens und Indiens unterschied man in der Produktion von Parfüm rigoros zwischen den Zielgruppen. So machte es einen Unterschied ob man ein Parfüm für den Borgeois oder ein sogenanntes königliches Parfüm herstellte. Die vom Bürgertum verwendeten Sorten sollte lediglich Gestank und üble Gerüche abdecken. Mit einer außergewöhnlichen Duftnote waren sie aber nicht ausgestattet. Eine gänzlich ästhetische Funktion hatte hingegen das Parfüm, als ein Duft in klassischer Hinsicht, für den Adeligen. Entzücken – reinigen – schützen. Das waren die drei Aufgaben, die ein Parfüm im 17ten und 18ten Jahrhundert zu erfüllen hatte. Man wird nun fragen, was es mit der schützenden Eigenschaft, die man dem Parfüm zuschrieb, auf sich hatte: durchwegs war die Meinung verbreitet, dass ein Parfüm eine heilende Wirkung hatte und geeignet war, Körper und Geist zu stärken. Die Überzeugung ging selbst dahin, dass der Einsatz von Parfüm wirksam gegen Seuchen und Epidemien sei. Völlig ungeachtet dessen, galt der Gebrauch von Parfüm als ein Symbol materiellen Wohlstands. Zum Säubern und Reinigen hat man kein Wasser benutzt, da man Angst vor Keimen im Wasser hatte. Auf diese Weise ist das Eau de Toilette entstanden. Das <a href=”http://www.douglas.at”>Parfüm</a> hatte also Aufgaben des Wassers übernommen. Infolgedessen wurden extreme Mengen davon eingesetzt.